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Erfahrungsberichte

Das zweite Masterstudienjahr in León


Über den Masterstudiengang allgemein sowie die Attraktivität der Universität und Stadt León als Studienort berichten Alumni und Studierende aus Bonn in den hier zur Verfügung gestellten Erfahrungsberichten.

Simone Mann M.A.

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Simone Mann (links) vor der Kathedrale

Wie sie ihr MA-Thema fand…

„Die spanischen Dozenten betreuen alle Studenten ausgesprochen gut und stehen jederzeit für ein Gespräch zur Verfügung. Als ich im Anschluss an ein literaturwissenschaftliches Referat mit meiner Dozentin auf die Gattung des Märchens zu sprechen kam, welche mich schon immer fasziniert hatte, berichtete ich ihr von meiner Idee, deutsche und spanische Märchen hinsichtlich thematischer und struktureller Aspekte zu vergleichen. Sie mochte die Idee und schlug mir als spanisches Pendant zu den Brüdern Grimm die Autorin Fernán Caballero (alias Cecilia Böhl de Faber) vor, schickte mir einige Exemplare der entsprechenden Märchensammlung und ich war sofort begeistert. Nachdem mein Themenvorschlag auch Zuspruch seitens meiner Betreuerin an meiner Heimatuniversität fand, war die Wahl meines Masterarbeitsthemas schnell getroffen.“

…und ein Statement zum Uni-Sport:

„Das Sportangebot in León ist sehr umfassend und definitiv empfehlenswert. Die Kurse sind zwar teilweise recht teuer, aber mir persönlich war es das Geld wert, da ich so auch sehr schnell Kontakt zu Spaniern knüpfen konnte. Ich habe zwei Semester Karate trainiert und neben dem Training einiges zusammen mit der Gruppe unternommen, wie zum Beispiel Tapas-Abende, ein mit allen Kampfsportgruppen gemeinsames Abendessen oder Ausflüge nach Oviedo und Gijón.“

 

Michael Verhülsdonk

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„Der akademische Alltag in León bedeutete schon eine kleine Umstellung, dies jedoch in abwechslungsreichem Sinne. Beispielsweise gestaltete sich der Stundenplan jede Woche anders, dadurch dass die Seminare im Rahmen von Blockveranstaltungen stattfanden. In der Regel gab es zwei Sitzungen täglich, eine por la mañana (ab 12 Uhr) und die andere am Nachmittag, während man den freien Vormittag gut dazu nutzen konnte, den Unterricht vor- und nachzubereiten und Sport zu machen. Da unser Jahrgang in León eine kleine, aber feine Truppe war, sind wir im Verlauf des Jahres eng zusammengewachsen. Die spanischen Kommilitonen, vorwiegend Historiker, waren sehr hilfsbereit und unterstützten uns Bonner mit praktischen Ratschlägen und auch in fachlicher Hinsicht, wenn für einen Kurs tiefere geschichtswissenschaftliche Vorkenntnisse nötig waren – wir hingegen halfen ihnen auf philologischem Gebiet. Die Mittagspause verbrachten wir häufig gemeinsam in der Cafetería, und auch abends trafen wir uns das ein oder andere Mal zu einem Kinobesuch, zu Tapas oder cenas de clase.“

 

Lena Kißmer M.A.

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Plaza Santa María del Camino

„Spanien, Italien, Uruguay, China und Deutschland - internationaler hätte meine Studiengruppe in León kaum aussehen können. Mit KommilitonInnen aus den verschiedensten Ländern und wissenschaftlichen Disziplinen über Spanien & Europa diskutieren zu dürfen und bei gemeinsam organisierten Abendessen auf 'multikulinarischem Wege' zueinanderzufinden, hat mein Studienjahr an der Universidad de León zu einem Jahr interkultureller Begegnungen werden lassen. Dabei ist auch León selbst als Stadt der 'Begegnung' zu charakterisieren: während einen der Charme ihrer historischen Bauwerke im Alltag immer weiter in seinen Bann und in die Geschichte Spaniens hineinzieht, begegnet man auf dem sich quer durch die Gässchen schlängelnden Camino Pilgern aus aller Welt. Nicht zuletzt laden an sonnigen Wochenenden die Picos de Europa der kantabrischen Kordillere und die nicht weit entfernte Atlantikküste zur Begegnung mit der Natur ein. So vielseitig wie die Stadt ist auch das Studienangebot der Uni León, welches interessante Anknüpfungspunkte an den literaturwissenschaftlichen Schwerpunkt des ersten Masterjahres in Bonn bietet. Der Weg zum Masterarbeitsthema begann für mich bei einer geschichtswissenschaftlichen Auseinandersetzung mit Pilgerformen und -routen der griechisch-römischen Antike und mündete in einen literaturwissenschaftlichen Vergleich erzählerischer Darstellungsformen des Pilgerns in spanischen und lateinamerikanischen Kurzgeschichten. So war der Master-Abschluss irgendwie auch ein Pilgerziel…“

 

Rafaela Branzei

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„Nachdem ich bereits im BA-Studium in Spanien studiert hatte und dieses Auslandssemester insgesamt sehr gut verlaufen war, fand ich es natürlich schön, im Rahmen des León-Masters ein weiteres Mal zum Studium nach Spanien gehen zu können. Wir waren eine gemischte und kleine Master-Gruppe, so dass die Atmosphäre sehr familiär war. Als sehr positiv empfand ich es in León über die spanische Philologie hinaus studieren zu  können und die europäische Kultur aus verschiedenen Blickwinkeln kennenzulernen. Die Module zu unterschiedlichen Themen der Antike haben mir am meisten Spaß gemacht. Zudem war es auch sehr angenehm, dass wir oft selbst über die Evaluationsform und die Themen der jeweiligen Seminararbeiten entscheiden durften. So konnte ich endlich auch mal meine zweite Heimat Rumänien – im kulturhistorischen Vergleich – in mein Studium einbeziehen. Nach der Schule konnte ich mich nicht so recht zwischen einem Philologiestudium und einem Studium der Kunstgeschichte entscheiden. Glücklicherweise habe ich durch das breitgefächerte Studienangebot in León ein interdisziplinäres Thema für die Masterarbeit wählen können, das Kunst und Literatur miteinander verbindet. Somit hat sich alles gefügt.“

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